11. September 2013 (Wohnungspolitik, Hannibal Dorstfeld)

Dorstfelder Hannibal ohne Heizung

Termin für die Inbetriebnahme ist unbekannt – Wärmeversorger droht mit Versorgungssperre. Die Mieter der Großwohnanlage Hannibal in Dortmund Dorstfeld kommen nicht zur Ruhe. Seit Mitte Juni diesen Jahres lässt die Eigentümerfirma, die Lütticher 49 Properties GmbH arbeiten an der Heizungsanlage im Gebäude vornehmen (Sekundärnetz).

Hierzu wurde es von der Heizanlage, das den Hannibal mit Wäre für Heizung und Warmwasser versorgt, getrennt. Einen Termin für die Wiederinbetriebnahme der Heizungsanlage soll der Eigentümer der zuständigen Hausverwaltung Dairos Property Management nicht mitgeteilt haben. Spätestens Ende Oktober würden die Arbeiten jedoch abgeschlossen sein.

„Angesichts sinkender Temperaturen in den vergangen Tagen kühlen die Wohnungen langsam aus. Schlecht isolierende Fassaden und marode Fenster beschleunigen diesen Prozess. Sobald die Temperaturen in den Wohnungen länger als zwei Tage unter 18 °C fallen, haben die Mieter Anspruch auf eine funktionierende Heizung. Wir haben daher den Eigentümer des Gebäudes über die Hausverwaltung aufgefordert, die Heizungsanlage kurzfristig wieder in Betrieb zu nehmen.“ sagt Dr. Tobias Scholz, wohnungspolitischer Sprecher des Mietervereins Dortmund und Umgebung e.V.

„Betroffenen Mietern empfehlen wir den Mangel der nicht funktionierenden Heizung umgehend bei der Hausverwaltung anzuzeigen, eine Frist zur Beseitigung zu setzen und Mietminderungen anzukündigen. Hierfür ist es sinnvoll ein Protokoll über Raumtemperaturen zu führen.“ erläutert Rechtsanwalt Martin Grebe, Leiter des Bereiches Miet- und Wohnungsrecht beim Mieterverein Dortmund und Umgebung e.V.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Lütticher 49 Properties GmbH in Zahlungsverzug beim Betreiber des Heizkraftwerkes ist. Erhält dieser nicht bis heute (11.09.2013) die ausstehenden Zahlungen in Höhe von über 50.000 Euro, würde eine Sperre der Wärmeversorgung (Heizung und Warmwasser) eingeleitet.

„Der Eigentümer muss seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Solle er dies nicht tun und eine Versorgungssperre ernsthaft drohen, würden wir den Mieterinnen und Mietern empfehlen die Miete in Teilen einzubehalten und das Versorgungsunternehmen direkt zu bezahlen, um die Wärmeversorgung sicherzustellen.“ sagt Mietervereinssprecher Dr. Tobias Scholz.

Pressemitteilung Mieterverein Dortmund und Umgebung e.V. // 11.09.2013

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