2. Mai 2018 (Miet- und Wohnungsrecht)

DMB NRW - Neuer Betriebskostenspiegel für NRW

Mieter zahlen in Nordrhein-Westfalen im Durchschnitt 2,44 Euro pro Quadratmeter und Monat für Betriebskosten. Dies ist eine deutliche Steigerung zum Vorjahr; hier fielen durchschnittlich 2,00 Euro/qm/Monat an. Rechnet man alle denkbaren Betriebskostenarten mit den jeweiligen Einzelbeträgen zusammen, kann die sogenannte zweite Miete bis zu 2,94 Euro/qm/Monat erreichen. Das sind die Ergebnisse aus dem aktuellen Betriebskostenspiegel, den der Deutsche Mieterbund Nordrhein-Westfalen jetzt auf Grundlage der Abrechnungsdaten des Jahres 2015 vorlegt. Die Datengrundlage für den nordrhein-westfälischen Betriebskostenspiegel basiert auf der Auswertung von rund 680.000 Quadratmetern Mietwohnungsfläche.

Heizung und Warmwasser 2015

Die Heizkosten im Abrechnungsjahr 2015 betrugen durchschnittlich 1,02 Euro/qm/Monat und weichen damit nur leicht vom Bundesdurchschnitt ab (1,07 Euro/qm/Monat). Bundesweit sind die Kosten für Heizung und Warmwasser gesunken. Der

Rückgang bei den „warmen Betriebskosten“ 2015 ist vor allem auf sinkende Energiepreise zurückzuführen. So ging deutschlandweit der Preis für Heizöl um 23,1 Prozent zurück, Fernwärme wurde 5,6 Prozent und Gas 1,5 Prozent günstiger.

Ausblick 2016

Da auch im Jahr 2016 die Ölpreise weiter gesunken sind und die Preise für Fernwärme und Gas deutlich unter dem Niveau von 2015 lagen, ist bei diesen Betriebskosten weiter mit einer durchschnittlichen Preisreduzierung zu rechnen.

Kein Ersatz für Prüfung

„Bei den Angaben des Betriebskostenspiegels handelt es sich um Durchschnittswerte. Die tatsächlichen Betriebskosten können im Einzelfall höher oder niedriger sein. Der Betriebskostenspiegel kann zudem nicht als Begründung für die Angemessenheit von Betriebskosten vor Gericht verwendet werden. Hier sind die tatsächlichen Kosten im Einzelfall entscheidend. Mietern und Wohnungssuchenden bietet er aber die Möglichkeit, die Höhe ihrer Betriebskosten einzuordnen. Eine Prüfung der Betriebskostenabrechnung durch den Mieterverein ersetzt er nicht“, erläutert Rechtsanwalt Martin Grebe, Rechtsberater beim Mieterverein.

Autor: Tobias Scholz/DMB, erschienen in Mieterforum Nr. 51 I/2018


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