Wir wollen wohnen!

Breites NRW-Aktionsbündnis „Wir wollen wohnen!“ gegründet

Wohnraum in NRW ist Mangelware und schon jetzt für viele Menschen unbezahlbar. „Und was tut unsere Landesregierung? Sie plant heimlich, still und leise, wichtige Regelungen zum Schutz der Mieterinnen und Mieter zu streichen. Das darf nicht passieren“, so Hans-Jochem Witzke, Sprecher des neu gegründeten NRW-Bündnisses „Wir wollen wohnen!“ und Vorsitzender des Deutschen Mieterbundes NRW. Insgesamt acht Organisationen, darunter der Deutsche Mieterbund, Wohlfahrts- und Sozialverbände und der Deutsche Gewerkschaftsbund, haben Mitte Januar in Düsseldorf ein gemeinsames Forderungspapier vorgelegt.
Auch der Mieterverein Dortmund unterstützt das neue Wohnbündnis. Die Landesregierung plant alle Mieterschutzverordnungen, die eigentlich ausgebaut und verschärft werden müssten, abzuschaffen. 

„Die Mietpreisbremse bei Neuvermietungen und eine abgesenkte Kappungsgrenze für Bestandsmieter gelten nicht in Dortmund, weil die Landesregierung es versäumt hat, hierfür aktualisierte Verordnungen vorzulegen, die die angespannte Lage auf dem Dortmunder Wohnungsmarkt berücksichtigen. Zudem ist ein erweiterter Mieterschutz bei Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen bedroht. So gilt durch eine Verordnung des Landes aktuell eine verlängerte Kündigungssperrfrist von fünf, statt nur drei Jahren“, erklärte, Tobias Scholz, wohnungspolitischer Sprecher des Mietervereins Dortmund.

Mit einer Online-Petition sowie klassischen Unterschriftenlisten will das Bündnis möglichst viele Mieterinnen und Mieter mobilisieren. Der Mieterverein ruft daher zur Unterzeichnung der Online-Petition „Wir wollen Wohnen“ auf:

https://weact.campact.de/petitions/wir-wollen-wohnen

Halten Sie diese Petition für unterstützenswert? Dann können Sie hier eine Unterschriftenliste (pdf) ausdrucken, verteilen, unterschreiben und gesammelt schicken an: Deutscher Mieterbund NRW e.V. , Kreuzstraße 60, 40210 Düsseldorf

Neben dem Erhalt und dem Ausbau des Mieterschutzes fordert das Bündnis die Errichtung von mehr bezahlbarem Wohnraum. „Laut Wohnungsmarktbericht der NRW.BANK werden jährlich rund 80.000 neue und vor allem bezahlbare Wohnungen benötigt“, erklärt Dr. Sabine Graf, Stellvertretende Vorsitzende DGB NRW. „Im Jahr 2017 waren es aber gerade einmal rund 48.000. Um diese Lücke zu schließen, ist eine deutlich höhere öffentliche Wohnraumförderung notwendig. Das Land muss hierfür eigene Haushaltsmittel bereitstellen. Zudem kann eine landeseigene Wohnungsbaugesellschaft ein perspektivisches Instrument sein. Der Markt wird es leider nicht richten, das haben die vergangenen Jahre deutlich gezeigt."

Den gesamten Forderungskatalog finden Sie hier. 

Aktuelle Nachrichten aus dem Bündnis

24. September 2019 (Wohnungspolitik, Wir wollen wohnen!)

Netzwerk “arm_in_Arm“ fordert Stadt Dortmund zum Bau von bezahlbaren Wohnraum auf

Angesichts nicht abgerufener Fördergelder für den sozialen Wohnungsbau in Millionenhöhe sieht das Netzwerk „arm_in_Arm“ die Stadt in der Pflicht, die angespannte Lage auf dem Dortmunder Wohnungsmarkt durch eigene Projekte zu entschärfen.


31. Mai 2019 (Miet- und Wohnungsrecht, Wohnungspolitik, Wir wollen wohnen!)

Mieterhöhungen in Dortmund werden ab 01.06.2019 stärker begrenzt – es gilt erstmals eine 15%ige Kappungsgrenze

In Dortmund gilt für Mieterhöhungen freifinanzierter Wohnungen (Anpassung an die sog. ortsübliche Vergleichsmiete; § 558 BGB) ab dem 01. Juni 2019 erstmals eine Kappungsgrenze von 15 % statt bisher 20%.


7. Mai 2019 (Miet- und Wohnungsrecht, Wir wollen wohnen!)

Bezahlbares Wohnen und Mieterschutz - Was kann die Landesregierung für Dortmunder Mieterinnen und Mieter tun?

Diskussionsveranstaltung am 08. Mai 2019 im Wichernhaus im Rahmen der Kampagne "Wir wollen wohnen!"


3. April 2019 (Miet- und Wohnungsrecht, Wir wollen wohnen!)

Aktionswoche - Wir wollen wohnen

Unsere Aktionswoche für bezahlbaren Wohnraum und Mieterschutz ist am 1. April gestartet. Eindrücke vom Aktionsnachmittag in Dortmund und den weiteren Terminen gibt es hier.


15. März 2019 (Miet- und Wohnungsrecht, Wir wollen wohnen!)

Aufgeschoben und doch bald aufgehoben? Bündnis begrüßt Einlenken der Landesregierung

„Wir begrüßen, dass die Landesregierung auf unsere Kernforderung eingeht, indem Sie die landesrechtlichen Regelungen zum Schutz der Mieterinnen und Mieter zunächst auf ihre Wirksamkeit hin überprüft, anstatt sie einfach auslaufen zu lassen. Wir freuen uns, dass die Arbeit unseres eigens dafür gegründeten Bündnisses offenbar eine erste Wirkung zeigt“, machte Hans-Jochem Witzke, Sprecher des Bündnisses „Wir wollen wohnen!“...


25. Februar 2019 (Wohnungspolitik, Wir wollen wohnen!)

Landesregierung plant Kahlschlag beim Mieterschutz - Dortmunder Bündnis unterstützt Kampagne „Wir wollen wohnen!“ und kämpft für Verbesserungen

Mitte Januar stellte sich auf der Landespressekonferenz in Düsseldorf das NRW-Bündnis „Wir wollen wohnen!“ vor. Es fordert von der Landesregierung einen verbesserten Mieterschutz und weitergehende Maßnahmen für bezahlbares Wohnen in NRW. Auch von den Kommunen wird mehr Einsatz für bezahlbares Wohnen gefordert. Den Trägerkreis bilden u.a. der Deutsche Mieterbund, Wohlfahrts- und Sozialverbände und der Deutsche...


4. Februar 2019 (Wohnungspolitik, Wir wollen wohnen!)

Mehr Geld für weniger Wohnungen – kein Grund zum Jubeln

Bezahlbar und barrierefrei: NRW-Aktionsbündnis „Wir wollen wohnen!“ fordert Neuausrichtung der Wohnraumförderung des Landes NRW


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Veranstaltungen

Datum: 09. Dezember 2019
Zeit: 19:00 bis 20:30
Ort: Volkshochschule Dortmund, Hansastraße 2-4, 44137 Dortmund

Feuchte- und Schimmelschäden. Rechte und Tipps für Mieter und Vermieter

Datum: 18. Dezember 2019
Zeit: 10:00 bis 11:30
Ort: Arbeitslosenzentrum Dortmund, Leopoldstr. 16-20, 44147 Dortmund

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 Zuletzt geändert am 25.02.2019 10:02